Ostergruß

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Schwestern und Brüder,

Menschen reagieren sensibel darauf, wenn sie den Eindruck haben und die Erfahrung machen, nicht gesehen, herablassend gemustert, schief angeschaut oder nicht in ihrer Würde respektiert zu werden. Nicht selten provoziert dies Leid. Die einen leiden still. Andere führt es in den Protest, manchmal unerbittlich im Ton.

Wie wäre es, mit „Osteraugen“ sehen zu lernen?

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben sehen,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Heilung.

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im ICH bis zum DU
zu sehen vermögen.

Und dazu wünsche ich uns
alle österliche Kraft und Frieden,
Licht, Hoffnung und Glauben,
dass das Leben stärker ist
als der Tod.

(Klaus Hemmerle)

 

Ein gesegnetes Osterfest wünscht
Ihr

André Sühling, Pfarrer

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