Liebe Leserinnen und Leser!
wer in diesen Tagen an der Kirche St. Michael vorbeigeht, sieht ein ungewohntes Bild: Bauzaun, Gerüste und Baumaterial bestimmen das Bild. Eine vertraute geistliche Heimat ist zur Baustelle geworden. Wir sind „ausgezogen“ in das Pfarrzentrum – ein Provisorium.
Das Evangelium (Mt 4, 1–11) des Ersten Fastensonntags kann diesen Umbruch als Gleichnis für unseren inneren Weg auf Ostern hin verstehen lassen.
Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt. Er verlässt die Geborgenheit und den Alltag. Die Wüste ist – wie unsere sanierungsbedürftige Kirche – ein Ort der Reduktion. Es gibt dort keinen Zierrat, nur den nackten Boden und die eigene Wahrheit. Genau das ist die Fastenzeit: eine „geistliche Sanierung“. Wir klopfen den alten Putz unserer Gewohnheiten ab und prüfen das Fundament unserer Überzeugungen.
Jesus wird in der Wüste mit drei Versuchungen konfrontiert. Wir können sie als drei „Baustellen“ unseres Lebens verstehen:
- Das Fundament der Sicherheit: „Befiehl, dass diese Steine zu Brot werden.“ Wir versuchen oft, innere Leere durch Konsum zu füllen. Doch Jesus erinnert uns: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Was nährt uns wirklich, wenn das Gewohnte wegfällt?
- Die Fassadenreinigung: „Wenn Du Gottes Sohn bist, stürze Dich vom Tempel herab.“, wird Jesus vom Versucher gelockt, um für das Spektakuläre und das Prestige zu leben. Eine Sanierung ist oft unansehnlich – die Fastenzeit macht Mut, hinter die Fassade zu schauen und zu unserer Bedürftigkeit zu stehen.
- Die Herrschaft über den Bauplan: Der Teufel verspricht Jesus alle Reiche der Erde, wenn er ihn anbetet. Die Versuchung zu kontrollieren scheint auf, alles selbst im Griff haben zu wollen. Fastenzeit bedeutet: Die Bauleitung unseres Lebens wieder an Gott abzugeben.
Dass wir die Gottesdienste nun im Pfarrzentrum feiern, ist eine Chance. In der Schlichtheit rücken wir enger zusammen. Es fällt der Blick auf das, was uns im Kern ausmacht: das Wort Gottes, die Kommunion, d.h. die Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Diese „Exilszeit“ erinnert an das Volk Israel, das in der Wüste nur ein Zelt hatte – aber Gott darin so nah war wie nie zuvor. Eine Sanierung ist eine Investition in die Zukunft. Nutzen wir 40 Tage der Fastenzeit!
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit auf unserer gemeinsamen Baustelle des Glaubens
Ihr Pfarrer André Sühling
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Die neue Marke der Pfarrei
Der Apostel Paulus schreibt von der Vielfalt der Gaben, die von dem einen Geist ausgehen und die kein Privatbesitz sind (s. 1 Kor 12,1-11). Wozu der Geist Gottes nicht alles bewegen kann! Jünger:innen führt er aus dem Rückzug in die Öffentlichkeit, aus der Sammlung in die Sendung.
Das findet sich auch in unserer Pfarrei: in der Vielfalt des Engagements, in der Unterschiedlichkeit der Personen, aber auch in der selbstkritischen Suche, wo wir uns als Gemeinde selbst genügen und den Auftrag, für andere da zu sein, ignorieren.


